Funke und Asche - Leseprobe

Grafik von Georg Schopp - http://null-sekunden.blogspot.com/ Grafik von Georg Schopp - http://null-sekunden.blogspot.com/

Keines der Tiere störte sich an dem Mädchen. Sie schien auf die morgendliche Lichtung zu gehören, wie die Farnwedel und die Tautropfen, die in den Spinnweben glitzerten.

Verborgen im Gesträuch beobachtete Asche seine Schwester Funke. Das Licht der aufgehenden Sonne streichelte ihre schmalen Züge und die Morgennebel umtanzten sie wie Waldfeen. Selbst die Bienen schienen ihre Schleifen anmutiger um sie zu ziehen. Ein Kitz mit gesprenkeltem Rücken zuckte mit seinen grotesk großen Ohren, machte einen staksigen Schritt und nahm eine Butterblume aus Funkes Hand. Das Mädchen hob den Kopf und schaute zu dem verborgenen Beobachter hinüber.

„Hast du das gesehen?“, sagten Ihre Augen mit einem Strahlen, das sein Herz beinahe platzen ließ vor Stolz.

Funke hatte so eine Art mit Tieren. Ihre Ruhe und Sanftheit ließ jedes Wild vertrauen fassen. Er hatte gesehen, wie Kaninchen an ihrer Seite gesessen und selbst Vögel auf ihrem Finger gelandet waren.

Wie sehr er sie liebte!

Ein langgezogener Pfiff klang durch den Wald und Asche horchte auf. Vater brauchte ihre Hilfe. Heute sollte ein dritter Meiler aufgeschichtet werden.

Als Asche aufstand, sprangen die Rehe ins Dickicht. Bedauernd blickte Funke ihnen nach, dann erhob sie sich ebenfalls.

„Tut mir leid, dass ich sie vertrieben habe“, meinte Asche, als sie durch das taufeuchte Gras zu ihm herüber kam, doch sie schüttelte nur lächelnd den Kopf.

„Sie werden morgen früh wieder hier sein“, entgegnete sie. „Du musst auch nicht mitkommen, wenn du nicht willst.“

„Doch“, widersprach er ernsthaft. „Ich muss auf dich aufpassen.“

Sie lachte, hell und klingend.

„Was soll mir den passieren, hier im Wald?“ Dann lief sie übermütig voraus und er sah ihre nackten Fußsohlen unter dem Rock hervor blitzten.

Sie folgten einem schmalen Wildwechsel und erreichten nach kurzer Zeit den Weiher, aus dem sie ihr Wasser schöpften. Mutter hatte erzählt, dass nachts die Wassermädchen über dem See tanzten, die zum Volk der Elfen gehörten, aber Vater hatte gemeint, dass das nur die Libellen wären, die Hochzeit hielten. Asche hatte sich noch nicht entschieden, welche der beiden Geschichten er glauben wollte.

Funke hatte das Ende des Sees schon erreicht und verschwand zwischen den Bäumen. Über den Wipfeln konnte Asche den Rauch des ersten Meilers aufsteigen sehen, der nun schon den sechsten Tag brannte. Vermutlich würden sie ihn bald öffnen und die Holzkohle ernten können.

Einen Moment lang blieb Asche stehen und schaute über den Teich. Die Morgensonne spiegelte sich auf dem Wasser und ließ die Mücken aufleuchten, die darüber tanzten. Vielleicht hatte Vater doch recht. Weder er noch Funke hatten die Wassermädchen je gesehen, von denen seine Mutter so gerne erzählte. Aber wenn sie doch hier waren...

Es war eine plötzliche Eingebung, die ihn das Messer zücken ließ. Er kniete am Ufer nieder und schloss die linke Hand um die Klinge.

“Ich schwöre, dass ich meine Schwester beschützen werde“, sagte er feierlich, „vor aller Gefahr und allem Übel, das ihr begegnen wird. Ich bin bereit, mein Leben für sie zu wagen. Doch wo meine Kraft nicht reicht, mein Geschick oder mein Verstand, erbitte ich die Hilfe des Elfenvolkes.“ Er zog die Klinge mit einem Ruck aus der geschlossenen Hand und zuckte zusammen, als sie seine Haut zerschnitt. Dann ließ er das Blut ins Wasser tropfen und beobachtete andächtig, wie es sich in Schlieren auflöste.

Wieder ein Pfiff. Asche wandte sich um, als er die Stimme seines Vaters hörte.

„Wo bleibst du, Junge? Wir sind spät genug dran!“

Unter den Bäumen erschien die hagere Gestalt des Köhlers.

„Entschuldige, Vater!“

Asche sprang auf und lief hinüber.

„Was ist passiert?“ Der Alte hatte die Brauen gerunzelt und musterte ihn aufmerksam, bemerkte das Blut an den Fingern. „Hast du dir weh getan?“

„Es ist nichts.“ Asche schüttelte den Kopf, doch der Köhler ließ sich nicht beirren. Er griff nach der Hand seines Sohnes und öffnete dessen Finger.

„Junge!“, murmelte er erschrocken. „Geh zu deiner Mutter und lass dir das versorgen. So kannst du mir heute nicht mit dem Aufschichten helfen!“

Das hatte Asche nicht bedacht. Er betrachtete die schwieligen Hände seines Vaters, schwarz vom Ruß und von den unvermeidlichen Brandnarben seiner Profession entstellt – und fühlte sich schuldig.

„Ich werde einen Lappen darum wickeln“, murmelte er kleinlaut. „Dann wird es schon gehen.“

„Wir werden sehen, Junge.“ Der alte Köhler strich seinem Sohn über die pechschwarzen Haare. „Deine Mutter soll sich ansehen, wie tief der Schnitt ist. Wie hast du das nur wieder angestellt?“ Er legte dem Jungen die Hand auf den Rücken und führte ihn zwischen die Bäume. Doch bevor sie in das Dickicht eintraten, ließ ein Plätschern Asche herumfahren.

Unzählige Ringe weiteten sich auf der gesamten Fläche des Sees, als wäre dort überall zugleich die Oberfläche durchbrochen worden.

„Hast du das gesehen?“, fragte er.

Doch sein Vater drehte sich nicht einmal um sondern brummte nur:

„Die Fische springen nach den Mücken.“

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Das Wasser war kalt wie eine Winternacht, aber Funke liebte dieses morgendliche Ritual. Sie stand bis zu den Hüften im See, die Zehen im samtigen Schlamm vergraben, und löste ihre Haare. Sie tat das nur einmal in der Woche, denn es war eine Heidenarbeit, die fast knielangen Flechten wieder zu einem Zopf zusammen zu fügen – und Asche weigerte sich standhaft, ihr bei dieser Tätigkeit zu helfen. Von drüben, wo hinter den Bäumen die Hütte stand, hörte sie ihn Holz schlagen.

Seit Vater gestorben war, bemühte ihr Bruder sich, den Meiler allein zu führen und arbeitete wie ein Besessener, Tag und Nacht. Ständig mussten die riesigen, inwändig glühenden Kegel überwacht werden, denn sie durften weder zu heiß noch zu kalt werden, damit die Kohle nicht verdarb oder der ganze Haufen in Flammen aufging.

Nur selten ließ Asche es zu, dass sie die nächliche Wacht am Meiler übernahm. Schon längst zogen sich bis zu seinen Ellebogen hinauf die Brandnarben, die er sich zugezogen hatte, wenn die Müdigkeit ihn beim Stechen und Schließen der Luftlöcher unvorsichtig hatte werden lassen. So oft hatte sie ihn gebeten, ihr mehr von dieser Arbeit zu überlassen, doch er hatte nur den Kopf geschüttelt. Er sei nun der Ernährer, pflegte er zu sagen, und müsse die Stelle des verstorbenen Vaters ausfüllen. Dabei war er erst sechzehn – und sie ganze zwei Minuten älter als er!

Aber es half nichts. Sie konnte ihn nur unterstützen, wo sie es vermochte und er es zuließ. Manchmal wünschte sie sich nur, dass er nicht so einen Dickschädel hätte.

Sie schöpfte Wasser auf und rieb sich damit über das Gesicht. Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie ihr eigenes Spiegelbild auf der Oberfläche – und für einen Wimpernschlag schien dahinter noch ein anderes Gesicht aufzuleuchten: die Züge eines mandeläugigen Mädchens mit grünen Haaren, die anmutig im Wasser trieben.

Erschrocken griff Funke zu, um das vermeintliche Kind an die Oberfläche zu ziehen, doch sie riss nur ein paar Pflanzen aus dem Schlamm und das Wasser trübte sich. Offenbar hatten die krausen Wellen bloß ihr eigenes Spiegelbild vervielfacht und verzerrt.

Funke starrte noch auf das bewegte Wasser, als sie Gebell hörte. Verwirrt richtete sie sich auf und lauschte. Das Geräusch klang schon recht nah, und dann hörte sie den Ruf eines Jagdhorns.

Erschrocken wurde sie sich ihrer Nacktheit bewusst. Rasch wandte sie sich um, rutschte im Schlick aus und klatschte in das kalte Nass, rappelte sich ächtzend auf und stolperte ans Ufer. Sie wollte sich nach ihrem Kleid bücken, doch da waren die Hunde schon am Waldrand aufgetaucht, verharrten kurz und kamen mit kraftvollen Sprüngen auf sie zu.

Funke ließ das Kleid liegen, drehte sich um und rannte auf die heimatliche Hütte zu.

„Asche!“, schrie sie in heller Angst. Seine dunkle Gestalt erschien schon zwischen den Bäumen. Er lief ihr entgegen.

„Hinter mich!“, rief er ihr zu. „Die Bäume hoch!“

Sie sah die Axt in seiner Hand blitzen und wusste, dass er sich selbst mit dieser Waffe niemals ausreichend würde verteidigen können. Auch er musste das wissen, aber er zögerte keinen Moment, sich den zähnefletschenden Bestien entgegen zu stellen. Mit blutrünstigem Brüllen warfen sie sich auf ihn und Funke hörte seinen Aufschrei, gleichzeitig das Winseln eines der Hunde, den die Klinge getroffen haben mochte.

Funke war unfähig, seinem Befehl folge zu leisten. Wie gelähmt blieb sie stehen – und genau das schien sie für die vierbeinigen Jäger uninteressant zu machen. Voller Entsetzen starrte sie auf das bewegte Knäul, dessen Zentrum ihr Bruder war. Dann stockte der Kampf und Funke konnte sehen, dass einer der Hunde seine Fänge an Asches Hals gelegt hatte. Doch er biss nicht zu.

„Beweg dich nicht!“, flüsterte sie ihrem Bruder zu. Asche lag still, die geweiteten Augen auf seine Schwester gerichtet, als sei sie der Engel, der ihn erlösen könnte. Doch das stand nicht in ihrer Macht.

Als Asche sich nicht rührte, zog sich der Hund ein Stück zurück, nicht mehr als eine Handbreit, hob die Lefzen und knurrte dem Jungen bei jedem Ausatmen grollend ins Gesicht.

Die anderen liefen nervös um ihre Beute herum oder traten unruhig von einem Bein auf das andere. Zwei massige Rüden stellten sich vor Funke und knurrten sie warnend an. Das Mädchen begriff die Warnung und regte nicht den kleinsten Finger. Zitternd vor Angst und Kälte stand sie da, nackt und tropfend.

Dann begann einer ihrer beiden Bewacher zu bellen, laut und fordernd, als wolle er jemandem irgendwo im Wald mitteilen, dass sie hier waren und Beute gemacht hatten. Einige andere fielen in den Ruf ein. Funke hielt sich verzweifelt die Ohren zu.

 

Eine Ewigkeit schien verstrichen, bis Reiter aus dem Dickicht kamen. Hastig nahm Funke ihre langen Haare nach vorne – das Einzige, womit sie sich bedecken konnte.

Es war eine Jagdgesellschaft: Reiter in buntem Aufzug und Treiber, die zu Fuß aus dem Wald traten. An der Spitze der Gesellschaft ritt ein junger Mann mit gestreckten Schultern und einem Blick, als wäre dieser Wald sein persönlicher Garten. Alles an ihm drücke Selbstsicherheit aus, aber auch eine erfrischende Lebensfreude. Neben ihm hielt sich ein schmaler Mann im grünen Rock des Jägers.

Auf der Brust des jungen Adeligen prangte ein Wappen, welches in Funke einen vagen Gedanken an etwas weckte, das ihre Mutter einst erzählt hatte. Ein rotes, steigendes Pferd. Funke suchte fieberhaft nach der Erinnerung, die irgendwo in ihrem Kopfe schlummerte. Der feurige Fuchs auf schwarzem Grund. Und dann traf es sie wie ein Keulenhieb.

Das königliche Wappen! Dies musste Prinz Lorian sein, der Sohn von König Leon und Königin Lilian der Roothaarigen!

Direkt vor ihr und Asche, welcher noch immer unter dem massigen, schwarzen Rüden lag, zügelten der Prinz und sein Begleiter ihre Pferde.

„Das also haben sie gestellt.“ Der schmale Jäger runzelte die Stirn. „Ein paar verirrte Kinder im Wald!“

„Kinder?“, wiederholte der Prinz. „Wie mir scheint ist diese Blume bereits voll erblüht, wenn sie auch zart ist und frisch wie der Morgentau.“

„Sie hat gebadet!“, rief einer der Treiber vom Ufer her und schob ihr Kleid mit dem Fuß zusammen.

„Das sehe ich.“ Der Prinz wandte keinen Blick von ihr. Funke hoffte inständig, dass ihre Haare dicht genug fielen und nicht an den falschen Stellen aufsprangen.

„Jedenfalls eine entzückende Beute“, meinte der Jäger mit dünnem Lächeln. „Nicht oft findet man im Wald solch ein knuspriges Hühnchen, das sogar schon zum Genuss fertig zubereitet ist!“

Sie nahm wahr, wie Asches Griff um den Axtstil fester wurde, obgleich der Atem des Hundes noch immer gegen seinen Hals brandete. Sie schaute ihn warnend an und schüttelte fast unmerklich den Kopf. Es hatte keinen Sinn, diese Männer zu provozieren. Was auch kommen würde, es gab keine Möglichkeit, es zu verhindern. Sie konnten nur versuchen, es nicht zu verschlimmern.

„Halt den Mund!“, sagte der Prinz unvermittelt. „Siehst du nicht, dass sie von Stand ist?“

„Hoheit?“ Der Jäger schaute seinen Herrn verdutzt an.

„Wahrer Adel steckt nicht in den Kleidern, Warwick. Schau dir ihre Haut an, ihre Haltung. Und ihr Haar! Mein Gott, hast du jemals solches Haar gesehen? Aber ich nehme an, es braucht Noblesse, um Noblesse zu erkennen.“ Er erhob sich leicht in den Steigbügeln und wandte sich um. „Pfeif die Hunde zurück! Und du, Silvo, bring Decken her! Versuche, eine zu finden, die nicht so sehr nach Pferd stinkt!“

Die Hunde gehorchten einem gepfiffenen Befehl sofort. Sie ließen von Asche ab und umschwänzelten einen Mann in ledernem Wams, der ihnen lobend Fleischstücke zuwarf. In einem Augenblick waren aus den blutrünstigen Bestien verspielte Kameraden geworden.

Funke lief zu Asche hinüber und ließ sich neben ihm auf die Knie nieder, bettete seinen Kopf in ihren Schoß. Blut troff aus einem Biss in seinem Arm und einem Riss auf seiner Brust, doch einen Schritt von ihm entfernt lag ein Hund, der sich niemals wieder erheben würde. Der Prinz blickte anerkennend auf den Kadaver.

„Euer Diener hat Euch tapfer verteidigt, Mylady. Woher kommt Ihr, und was hat Euch in diese Wildnis verschlagen?“

Funke senkte den Blick.

„Ich bin keine ...“ Sie stockte, als sie Asches Hand auf ihrem Arm fühlte. Sie schaute ihn an, und nun war es an ihm, fast unmerklich den Kopf zu schütteln. Jemand trat auf sie zu und legte ihr eine Decke um die Schultern. Währenddessen stand Asche auf und stellte sich neben sie.

„Ich danke Euch, Hoheit, dass Ihr Euch meiner Herrin annehmt“, sagte er mit einer leichten Verbeugung. „Für Eure Güte kann ich Euch allerdings nur meiner Treue und Ergebenheit versichern. Was unser Geschick betrifft und den Grund unseres Hierseins – da bitte ich Euch, unser Schweigen hinzunehmen. Wenn Ihr das nicht könnt, so mögt Ihr mit Euren Männern umkehren und uns alleine hier zurück lassen. Ich habe meine Herrin bis hier her geleitet, ich werde sie auch weiter führen.“

Funke konnte nur darüber staunen, wie gewand und selbstbewusst ihr Bruder auftrat. War er nicht ein einfacher Köhlerssohn? Und doch stand er aufrecht vor dem Prinzen und stellte ihm seine Bedingungen. Und woher nahm er diese vornehmen Worte?

Dann begriff sie: sie waren aus den Geschichten ihrer Mutter gewachsen, die unzählige, kalte Winterabende mit Wärme und Farbe erfüllt hatten.

Auch der junge Monarch schien beeindruckt.

„Darf ich nicht einmal den Namen der schönen Dame erfahren?“, fragte er. Asche überlegte einen Moment, dann sagte er:

„Wenn es Euch gefällt, Hoheit, mögt Ihr sie Funke nennen – und mich Asche.“

Der Prinz lächelte.

„Funke und Asche“, wiederholte er. „Das stellt wohl die Verhältnisse klar. Nun gut. Du magst dich zu den Treibern gesellen  – Asche.“ Er betonte das Wort spöttisch. „Die junge Dame mit dem glitzernden Alias wird mit auf meinem Pferd sitzen. Warwick, hilf ihr hinauf!“

Funke hatte die Decke fest um sich gewickelt und ließ sich jetzt verlegen von einem der Jäger auf das Pferd des Prinzen heben. Sie war noch nie geritten, doch der Rücken des Tieres war erstaunlich breit und angenehm warm. Der Prinz führte die Arme links und rechts um sie herum, um die Zügel halten zu können. Es war, als lege sich seine Wärme wie ein Mantel um sie, nicht unangenehm, aber doch fremd. In den letzten Wochen und Monaten war nur Asche ihr so nah gewesen. Doch dies hier war anders, nicht sicher und vertraut sondern verwirrend aufwühlend.

„Sitzt Ihr gut?“, fragte er. Sie nickte, befangen durch seine Nähe. Mit einem leichten Zungenschnalzen setzte er das Pferd in Bewegung und sie griff furchtsam nach seinem Arm, um die ungewohnte Bewegung abzufangen. Er lächelte warm.

„Haltet Euch nur fest“, sagte er freundlich. „Es ist nicht leicht, sich ohne Sattel und Steigbügel oben zu halten.“

Funke nickte stumm und schaute zurück auf die Rauchfahne, die sich über den Wipfeln kräuselte. Mit leiser Wehmut dachte sie daran, dass dieser rauchende Meiler nun wohl niemals mehr geerntet werden würde.